Gedanken zum und über Aikido

Wenn die Begeisterung nachlässt

– und warum du trotzdem auf die Matte kommen solltest

Kennst du das? Du ziehst deinen Gi an, kommst ins Dojo – und irgendetwas fehlt. Die Verbindung. Das Feuer. Du bewegst dich, nimmst Ukemi entgegen, aber innerlich bist du woanders.

Keine Sorge: Du bist damit nicht allein. Und es ist kein Zeichen, dass Aikido aufgehört hat, das Richtige für dich zu sein.

Ein erfahrener Aikido-Lehrer mit über 38 Jahren auf der Matte hat dieses Gefühl beschrieben – und auch sein eigener Sensei, einer der bekanntesten Aikidoka weltweit, hat es gekannt. Als der Schüler ihn darauf ansprach, lachte der Meister: „Glaubst du, ich hatte das nie?“
Es gehört dazu. Es ist sogar zu erwarten. Die Frage ist nur: Was tust du damit?

Fünf Hindernisse, die jeder kennt (aber kaum jemand benennt)

Auf dem Weg im Aikido begegnen uns immer wieder bestimmte innere Muster. Sie sind so verbreitet, dass sie fast schon zum Training gehören – und doch reden wir selten offen darüber:

  1. Dem Wohlfühlen nachjagen: Wir üben nur, was sich gut anfühlt. Wir vermeiden schwierige Partner, unbequeme Techniken oder Bereiche, in denen wir unsicher sind. Irgendwann trainieren wir für das Wohlgefühl – nicht mehr für die Wahrheit.
  2. Innerer Widerstand: Frustration mit Trainingspartnern, Ungeduld gegenüber Anfängern, Strenge gegenüber sich selbst. Dieser Groll verengt den Raum, in dem Aikido eigentlich gelebt wird.
  3. Nachlassende Motivation: Der Körper bewegt sich – aber die Seele ist abwesend. Man macht Techniken mechanisch. Das Dojo fühlt sich schwer an.
  4. Zerstreute Gedanken: Während des Trainings ist man gedanklich noch beim Abendessen oder beim nächsten Arbeitstag. Die Präsenz fehlt – und damit das, was Aikido von bloßem Sport unterscheidet.
  5. Zweifel: Zweifel sind die schleichende Zersetzung, die, wenn man ihr nicht begegnet, dazu führen kann, dass man das Training ganz aufgibt.„Mache ich eigentlich Fortschritte? Lohnt sich das noch? Bin ich gut genug?“ Diese leisen Fragen können, wenn man ihnen keinen Raum gibt, dazu führen, dass man irgendwann einfach aufhört zu kommen.

Was hilft – und warum es oft das Gegenteil von dem ist, was wir denken

Der Instinkt sagt: Mehr tun. Härter trainieren. Mehr Seminare besuchen. Techniken verfeinern.
Aber manchmal braucht es das Gegenteil: Innehalten. Zuhören. Den Brunnen nicht weiter ausschöpfen, sondern die Quelle wieder pflegen.
Im Japanischen gibt es dafür ein schönes Bild: Shinrin-yoku – das Waldbaden. Man geht in den Wald, nicht um etwas zu erreichen, sondern um einfach wahrzunehmen. Mit allen Sinnen. Ohne Ziel.

Was dabei passiert, überrascht: Man ist plötzlich nicht mehr nur Beobachter. Man ist Teil von etwas. Man ist in einer Beziehung.
Aikido ist eine Beziehung – auch mit dir selbst

Vielleicht ist das die wichtigste Erinnerung in Momenten, in denen die Begeisterung nachlässt: Aikido ist keine Leistung, die du erbringst. Es ist eine Beziehung, die du pflegst. Mit dem Prinzip "Aikido". Mit deinen Trainingspartnern. Und mit dir selbst. Und wie in jeder Beziehung gibt es Phasen, die sich leer anfühlen. Phasen, in denen man nicht genau weiß, warum man eigentlich noch da ist. Genau diese Phasen sind keine Einladung aufzuhören – sie sind eine Einladung, genauer hinzuschauen.

Erkenne das Hindernis. Gib ihm einen Namen. Und komm dann trotzdem auf die Matte. Du bist nicht allein damit

Bei der Aikido Schule Überlingen wissen wir, dass regelmäßiges Training manchmal zur Herausforderung wird. Das Leben macht es uns nicht immer leicht.
Komm ins Training. Sprich mit uns. Die Matte ist da - immer!

Preise

Transparente Preise für alle Kursangebote – jetzt einsehen ->  Preisübersicht ansehen

Es gibt viele gute Gründe bei uns mitzumachen!

... schlußendlich sind wir eine Gemeinschaft von Menschen (Kids bis Senioren; im Alter von 7 - 88 Jahren), die miteinander trainieren, sich gegenseitig helfen und unterstützen, und viel Spaß zusammen haben.

Werde Teil unserer Gemeinschaft!

Kontakt

Du hast Fragen zum Aikido-Training?
Einfach schreiben:

willkommen@aikido-ueberlingen.de

oder anrufen: 0175 16 511 16

Über uns

Die Aikido Schule Überlingen lehrt die japanische Kampfkunst des Aikido. Wir möchten Menschen unterstützen, in Körper, Geist & Seele gesund und fit zu bleiben.

Aikido Schule Überlingen
Langgasse 5
88662 Überlingen am Bodensee

Trainingszeiten

Aikdo-Training für

Kids, Jugendliche, Erwachsene & Senioren

Übersicht für Alle

für Jugendliche

Training von 13 - 17Jahre:

Montag & Donnerstag, jeweils 18:00-19:15Uhr

Jetzt Aikido testen!